Ein paar Wochen zurück

Ich hatte ihn mir leichter vorgestellt. Diesen Aufbruch. Doch es gehört wohl Einiges mehr dazu, hier alle Zelte abzubrechen, ohne zu wissen, wo wir sie wieder aufstellen. Dabei habe ich so etwas Ähnliches doch 2012 schon einmal gemacht. Damals gingen jedoch alle meine Sachen in ein Lager, denn geplant war ja nur eine Auszeit.

Als wir später zusammen nach Deutschland kamen, waren wir auf dem Stand, dass wir nicht einmal einen Kühlschrank brauchen. Schließlich haben sowohl Ama als auch ich in unseren mobilen Behausungen gewohnt und nichts weiter zum Leben benötigt.

Jetzt, nur 1 1/2 Jahre später waren unsere 55 m2 vollgepackt mit Sachen. Couch, Bett, Regale, Kommoden, Wickeltisch, Babybett etc. etc.. Das ist ein Punkt, mit dem man sich auseinandersetzten muss, wenn man auswandern will.

Mit Sicherheit nicht weniger spannend ist das Thema, wie man am Besten aus dem Job, den Versicherungen, der ganzen Bürokratie aussteigt. Gerade dies hat uns einige schlaflose Nächte beschert. Es gibt wirklich viele Wege, die man da gehen kann und sicher sind sie bei jedem anders. Ich glaube, wir haben einen ganz guten Weg gewählt aber wer dazu mehr wissen will, kann uns gerne eine Mail schreiben.

Jetzt erst einmal zum Thema Ballast oder Notwendigkeit. So ein 3-Personen-Haushalt beinhaltet tatsächlich wirklich viele Dinge. Das passt nicht alles ins Auto, selbst Gustav ist dafür zu klein. Gerade wenn wir noch darin wohnen wollen. Daher haben wir ein wenig recherchiert. Einen Transporter mieten ist zu teuer. Außerdem müssen Transporter bei länderübergreifenden Strecken zurückgebracht werden. Was den Kostenfaktor erhöht. Daher haben wir uns entschieden, einen Anhänger zu kaufen. Da ist er, unser Muli. Ungefähr 6 1/2 m3 rollende Nutzfläche:

IMG_1607

Um der ganzen Sache her zu werden, habe ich alle unsere Dinge (naja, fast alle) katalogisiert und kategorisiert (typisch deutsch oder) in

  • brauchen wir im Moment
  • brauchen wir später
  • brauchen wir gar nicht/ können wir neu besorgen

Und dann ging es los. Sortieren. Kisten für Flohmärkte packen. Sachen für den Second Hand fertigmachen. eBay und die Kleinanzeigen. Dinge zum Verschenken auf die Straße stellen. Das hat echt Kraft und Zeit gekostet.

Die Dinge, die wir für unseren Neustart aufheben wollen, sind nun im Muli. Und der ist voll bis zum Dach. Er steht nun in einer Scheune und wartet darauf, dass wir ihn abholen, wenn wir unser neues Zuhause gefunden haben.

Für die Dinge, die wir auch jetzt nicht missen wollen – Kleidung, Koch- und Werkzeug und so weiter – habe ich Gustav etwas umgebaut. Es gibt jetzt ein paar Fächer mehr, denn bei 2 1/2 Personen wird der Platz in einem Bus schnell knapp und wir werden wohl auch ein paar Monate darin unterwegs sein.

Und so hat jetzt alles seinen Platz und das ist wirklich ein gutes Gefühl. Vielen Dank an alle, die uns in den letzten wochen gehölfen haben!

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