Ohne Worte

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100 Jahre

Eines der schönen Dinge hier in der Sierra sind die alten Dörfer. Wir haben gestern in einer Ausstellung ein paar alte Fotos aus dem Jahr 1913 gefunden.

Die Stelle, an der es aufgenommen wurde, war auch gleich um die Ecke. Nur Schweine laufen keine mehr auf der Straße und die Wäsche wird scheinbar auch an einem anderen Ort gewaschen.

Hier noch ein paar weitere Fotos aus der Ausstellung, auch zu dieser Zeit aufgenommen.

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Hitzefrei

14Grad und ein kühler Wind. Zeit, um das letzte Stück mit hohem Gras noch zu schneiden. Das hatte ich bei der Wärme immer vor mir hergeschoben.

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Gute Aussicht

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Olivenöl im Ökotest

„Jedes zweite Olivenöl ist stark mit Mineralöl verunreinigt“. Auf diesen Aufhänger bin ich gerade in einem Artikel vom Mai 2019 der Zeitung „Öko-Test“ gestoßen und habe mal die 2,50 € ausgegeben, um ihn vollständig lesen zu dürfen.

Ökotest hat 20 Olivenölen testen lassen. Alle deklariert als native extra (virgen extra). Sowohl „bio“ als auch „konventionell“. Dabei waren Öle vom Discounter bis zum Feinkostgeschäft, von 6,- bis 26,- Euro für den Liter.

Es ist tatsächlich etwas erschreckend, dass 9 der 12 Bio-Olivenöle „stark erhöhte (>2 bis 4mg/kg) “ bis „sehr stark erhöhte (>4mg/kg)“ Gehalte an haben. Bei den konventionellen hatten drei der Öle „sehr stark erhöhte“, vier Öle „stark erhöhte“ und ein Öl einen „erhöhten (>1 bis 2mg/kg)“ Gehalt.

Jetzt wurden gesättigte Kohlenwasserstoffe mit Kettenlängen von C17 bis C35 gemessen und es ist wirklich schwierig, dafür Grenzwerte zu finden. Gesetzliche Vorgaben gibt es scheinbar keine (falls jemand etwas findet, trage ich es gerne nach) und ab wann es gesundheitlich relevant wird, ist auch nicht zu finden. Die European Food Safety Authority (EFSA) hat sie allerdings als potenziell besorgniserregend eingestuft. Auch wurden bei einigen Ölen aromatische Kohlenwasserstoffe aus Mineralöl (MOAH) festgestellt und diese stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Sogar Weichmacher wurden in einigen Proben gefunden.

Als Eintragsquellen steht im Artikel Schmieröl aus dem Einsatz der großen Erntemaschinen der Bauern bzw. der Einsatz von Kettensägen. Bei meinen Recherchen bin ich auch auf den Einsatz von Paraffin gestoßen. Dieses wird im konventionellen Olivenanbau mit den Insektiziden gemischt, damit diese besser auf den Blättern und Früchten haften bleiben. Auch die Umgebungseinflüsse sollen eine Rolle spielen, gerade auch, wenn die Oliven um die halbe Welt bzw. durch Europa transportiert werden.

Der Artikel hat auch viele andere spannende Informationen. So zum Beispiel, dass einige der Öle ranzig und stichig schmecken, weil die Oliven überreif waren oder welche Hersteller falsche Angaben auf den Etiketten machen.

Nur zwei Öle haben am Ende ein „gut“ bekommen, davon war eines im Bereich „sehr gut (harmonisch)“ beim Geschmack. 

Ich möchte mir nicht anmaßen, hier rumzukritisieren und vielleicht können wir es uns irgendwann mal leisten, unser Öl bei einem der Wettbewerbe auf den Prüfstand zu stellen. Da wir jedoch:

  • jeden Ast der 343 Bäume per Hand und Muskelkraft absäge (lang leben die Zugsägen aus Japan 😉
  • keine großen Erntemaschinen einsetzen
  • entschieden haben, dass ein Traktor wenn dann nur einmal alle drei Jahre zum Einbringen eines organischen Düngers in den Boden auf das Grundstück kommt (im Frühjahr)
  • weder Paraffin noch irgendwelche Insektizide auf die Oliven sprühen,

hoffe ich, dass wir ganz gut aufgestellt sind.

Unsere Oliven sind 100% Manzanilla Cacerena und zwischen Ernten & Pressen in der Biomühle liegen nach Möglichkeit nicht mehr als 2 Tage.

Jetzt aber genug der Werbung (bei Interesse könnt ihr uns gerne schreiben).

Wir suchen dieses Jahr noch dringend Erntehelfer!! 

Wir wünschen euch einen schönen Sommer!

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Bild von heute (20 Juli)

 

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Aprikosen

Unmengen Aprikosen. Aprikosenmarmelade, getrocknete Aprikosen, Aprikosenlikör, Aprikosenwein oder als Kuchen. Auf dem Baum wird es einfach nicht weniger.

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Up

Stein für Stein, Balken für Balken, es wächst langsam aber es wächst. Unser Haus.

Wie versprochen, gibt es heute mal wieder etwas zum und über unseren Bau.

Ich fange gleich mit unserem größten Luxus an. Wir haben ein Bad und warmes Wasser aus der Leitung.

Wie bisher kommt unser Wasser aus der Quelle und läuft per Gefälle in den Wasserspeicher über der Trockentoilette.

Neu ist, dass jetzt zwischen Speicher und Hahn ein Gas-Durchlauferhitzer hängt. Dieser braucht allerdings einen Wasserdruck von mindestens 0,2 bar und dafür haben wir eine Niederdruckpumpe einbauen müssen. Die Pumpe braucht lediglich 50 Watt und springt automatisch an, wenn der Hahn aufgedreht wird.

Super Erfindung aber sie macht etwas Lärm. Ein Nachteil ist allerdings, dass alles Wasser, also sowohl Kalt- als auch Warmwasser, nun über die Pumpe laufen (damit die Mischbatterie nicht mit verschiedenen Drücken angesteuert wird). Das bedeutet, ohne Strom kein Wasser bzw. nur ein ganz dünnes Fädchen.

Die Wand hinter der Badewanne und die Ablage um das Waschbecken sind mit Tadelakt versiegelt und somit abwaschbar und wasserdicht. Der restliche Putz ist ein Kalk-Lehmputz mit dem gelöschten Brandkalk aus unserem Fass.

Die Balken sind entweder recycelt aus der Scheune oder direkt aus dem Sägewerk. Wir haben die Balken vom Sägewerk lediglich auf zwei Seiten abhobeln lassen, die anderen zwei Seiten habe ich per Hand von der Rinde befreit.

Die Bretter zum Vernageln der Zwischendecke stammen auch aus dem Sägewerk. Wir haben sie sägerau gekauft und dann eine Seite, da von unten sichtbar, abgehobelt, die Oberseite wird ja später vom Fußboden überdeckt.

Die Tür kommt übrigens aus dem Sperrmüll in Madrid und das Fenster ist eines derer, die wir vor zwei Jahren gebraucht gekauft haben, da der Vorbesitzer eher Kunststoffrahmen vorzog.

Auch der Rest der Scheune ändert sich gerade. Die notwendigen Balken für die erste Etage sind alle eingebaut und die Bretter sind alle abgehobelt und gestrichen. Sie müssen lediglich noch vernagelt werden. Durch Zufall haben wir genau im richtigen Moment noch einige uralte Kastanienbalken geschenkt bekommen, die bei einer Haussanierung im Dorf abgefallen sind. Einige habe ich gleich aufgearbeitet und mit eingebaut.

Externe Unterstützung hatten wir zum Glück auch wieder. Jana hat uns auf Workaway aufgestöbert und 2 Wochen Gesellschaft geleistet. Dankeschön Jana für deine Hilfe!

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Aus dem Becken gefischt

Die kleine scheint harmlos zu sein. Den Knoten im Schwanz konnte sie selber auflösen. Wir haben sie in die Quelle umgepflanzt, da stört sie keinen/keiner und sie kann mit den Fröschen spielen.

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Glocken

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Es schneit beim mähen

 

So viele Blüten.

Im vergangenen Jahr hatten wir nicht einmal einen Bruchteil davon an den Bäumen. Wenn der Wind durch die Äste streicht, schneit es auf dem ganzen Grundstück. Auf den Fotos könnt ihr auch schon die kleinen Oliven erkennen. Wie wir euch ja schon geschrieben haben, hat der Boden unter den Bäumen dieses Jahr eine Dosis Kalcium-Dünger bekommen, um den pH-Wert zu verbessern und Ihnen die Nährstoffe leichter zugänglich zu machen. Wir haben 600 kg Öko-Calziumgranulat Schubkarre für Schubkarre zu den Bäumen gefahren. So wie es aussieht, freut es natürlich nicht nur die Bäume, sondern auch die Gräser darunter, daher heißt es jetzt, Rasen mähen, bis zum Abwinken.

Damit die Gräser nicht gleich all die Nährstoffe aus dem Boden saugen, sollten sie vor der Samenbildung gemäht werden (habe ich zumindest gelesen). Einerseits ist es natürlich schön, wenn wir keine Stelzen brauchen, um über die Wiese zu laufen und bei der Brandgefahr der Wälder hier im Sommer sehen wir so viel hohes Gras auch mit anderen Augen. Andererseits redet der ganze Planet nicht umsonst im Moment von Biodiversität und wir haben zum Glück hier ein Paradies für Insekten und Vögel und dass soll auch so bleiben. Daher haben wir kleine Inseln ausgesucht, die nicht abgemäht werden. Diese sind weder unter den Bäumen, noch sich direkt am Grundstücks- bzw. Waldrand, wo sie die Feuergefahr für uns erhöhen würden.

 

Während wir meist hinter der Arbeit her flitzen, bleiben ein paar Sachen immer zurück. Daher ist es einfach spitze, wenn uns kleine Helferlein besuchen und plötzlich die Wildkräuter aus den Beeten verschwinden, die Stiele der Werkzeuge nicht mehr wackeln oder die Kirschen vom Baum geholt und zu Marmelade verarbeitet werden. Viel Dank ihr Helferlein.

Im nächsten Eintrag gibt es wieder ein paar Neuigkeiten von unserer Baustelle. Bis dahin aber erst einmal noch alles Gute zum Vatertag an all die Papas da draußen.

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