Es schneit beim mähen

 

So viele Blüten.

Im vergangenen Jahr hatten wir nicht einmal einen Bruchteil davon an den Bäumen. Wenn der Wind durch die Äste streicht, schneit es auf dem ganzen Grundstück. Auf den Fotos könnt ihr auch schon die kleinen Oliven erkennen. Wie wir euch ja schon geschrieben haben, hat der Boden unter den Bäumen dieses Jahr eine Dosis Kalcium-Dünger bekommen, um den pH-Wert zu verbessern und Ihnen die Nährstoffe leichter zugänglich zu machen. Wir haben 600 kg Öko-Calziumgranulat Schubkarre für Schubkarre zu den Bäumen gefahren. So wie es aussieht, freut es natürlich nicht nur die Bäume, sondern auch die Gräser darunter, daher heißt es jetzt, Rasen mähen, bis zum Abwinken.

Damit die Gräser nicht gleich all die Nährstoffe aus dem Boden saugen, sollten sie vor der Samenbildung gemäht werden (habe ich zumindest gelesen). Einerseits ist es natürlich schön, wenn wir keine Stelzen brauchen, um über die Wiese zu laufen und bei der Brandgefahr der Wälder hier im Sommer sehen wir so viel hohes Gras auch mit anderen Augen. Andererseits redet der ganze Planet nicht umsonst im Moment von Biodiversität und wir haben zum Glück hier ein Paradies für Insekten und Vögel und dass soll auch so bleiben. Daher haben wir kleine Inseln ausgesucht, die nicht abgemäht werden. Diese sind weder unter den Bäumen, noch sich direkt am Grundstücks- bzw. Waldrand, wo sie die Feuergefahr für uns erhöhen würden.

 

Während wir meist hinter der Arbeit her flitzen, bleiben ein paar Sachen immer zurück. Daher ist es einfach spitze, wenn uns kleine Helferlein besuchen und plötzlich die Wildkräuter aus den Beeten verschwinden, die Stiele der Werkzeuge nicht mehr wackeln oder die Kirschen vom Baum geholt und zu Marmelade verarbeitet werden. Viel Dank ihr Helferlein.

Im nächsten Eintrag gibt es wieder ein paar Neuigkeiten von unserer Baustelle. Bis dahin aber erst einmal noch alles Gute zum Vatertag an all die Papas da draußen.

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Holunderzeit

Eigentlich ist auch das schon wieder ein Ritual. Um den Muttertag herum wird Holunder gesammelt. Wir haben zwar auch ein paar Sträucher bei uns gepflanzt aber bis die groß sind, gibt es ein paar schöne Holunderbüsche am Fluss in der Nähe.

Die Zitronen stammen aus unserem Garten, der Rohzucker aus dem Biohandel, das Wasser von der Quelle und der Alkohol für den Likör ist hausgebrannter Aguardiente aus dem Dorf.

Nach einem Nachmittag sammeln und zwei Abenden verarbeiten, haben wir einen Jahresvorrat von 11l Sirup, 20 Gläsern Gelee und circa 2 Litern Likör .

Als nächstes kommen die Kirschen an die Reihe. Die ersten schmecken schon.

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El Capazo

Rituale sind schon etwas Spannendes. Während zu Ostern in Deutschland die Osterfeuer brennen, werden hier in der Semana Santa die Heiligen durch Dörfer und Städte getragen. Dieses Jahr haben wir allerdings darauf verzichtet, uns die Umzüge anzusehen. Eine Woche darauf allerdings findet in unserem Dorf eines der wichtigsten Rituale des Jahres statt. Der Capazo, die Feier zum Ende des Winters und dem Ende der Olivensaison. Die Oliven sind vom Baum und zu Öl verarbeitet. Recht spät? Richtig. In den alten Zeiten wurden die Oliven für das Öl zum Teil so lange hängen gelassen, bis sie von selbst runterfielen, um dann vom Boden aufgelesen und in die Mühle gebracht zu werden. Das macht hier allerdings heute niemand mehr, da das Öl sehr viel kräftiger (ranzig) schmeckt.

Den Capazo feiert man hier allerdings nach wie vor eine Woche nach Ostern und obwohl die Kirche sich auch hier eingeschlichen hat, sind die paganen Wurzeln und das Willkommen heißen des Frühlings noch sehr deutlich.

Sobald es Dunkel wird, beginnt der Umzug durch das Dorf. Allen voran der Camuña, behangen mit Glocken. Ihm folgen die Frauen und Männer des Dorfes, die Capazeras und Capazeros, in Ihrer Tracht. Auch ein Esel ist dabei, der die Capazetas trägt, die Scheiben, die bei den antiken Ölmühlen beim Pressen als Zwischenlage zwischen die Olivenmaische gelegt wurden. Wärend die Frauen singen und tanzen, geht es nun durch die Gassen von Weinkeller zu Weinkeller der Leute. Überall werden Wein und Kleinigkeiten an Essen gereicht.

Nach ungefähr zwei Stunden gelangt der Umzug dann auf den Markt, auf dem im Vorfeld ein Eichenstamm aufgestellt wurde. Angeheizt duch den Wein und die gute Stimmung, zünden die Capazeros nun die Capazetas am Feuer an und versuchen, sie so auf die Eiche zu werfen, dass sie daran brennend hängen bleiben.

Wenn der Stamm dann in Flammen steht, wird an seinem Feuer zu guter Letzt noch eine Kerze entzündet, und in der Kirche der Schutzheiligen des Dorfes gewidmet.

Da es ein sehr schönes celtisch/vetonisches Ritual ist, haben wir uns in den letzten zwei Jahren dazu entschieden, daran teilzunehmen. Einige Fotos dazu gibt es natürlich auch. Die schöneren Bilder findet Ihr allerdings auf der Webseite http://www.fiestaelcapazo.com .

PS: Das Logo hat übrigens Ama entworfen.

 

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…und ein Avocadobaum

Einen Avocadobaum grosszuziehen, soll auch hier garnicht so einfach sein. In den Dörfern ringsherum gibt es jedoch einen oder zwei, daher stehen die Chancen gut dass wir es auch schaffen.

Südseite des Hauses, ein Schutz vor der heißen Sonne im Sommer und dem kalten Wind im Winter und viel Aufmerksamkeit direkt vor dem Küchenfenster. Das sollte zumindest kein schlechter Start sein.

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Frohe Ostern,

anständig große Osterfeuer, eine erfolgreiche Eiersuche und eine ausgeglichene Tagundnachtgleiche wünschen wir Euch!
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Olivenblüte

Wir wurden schon einige Male nach den Blüten der Oliven gefragt. Nun in den nächsten Tagen werden sie wohl aufgehen.

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Das neue Holz ist da und somit kann es auch mit der Zwischendecke weitergehen. Wir haben die Deckenbalken nur an zwei Seiten abhobeln lassen. Das ist deutlich günstiger und sieht rustikaler aus. Die Rinde muss aber auf jeden Fall runter, wegen der bösen Überraschungen und so. Für die ersten zwölf Balken habe ich mit dem Ziehmesser 1 1/2 Tage gebraucht. In den letzten Tagen war es sehr bewölkt. Daher muss ich auf die Hilfe vom Elektrohobel verzichten. Die anderen Balken und die Kanthölzer kommen erst später zum Einsatz. Übrigens alles Kastanienholz.

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Begehbar

Jetzt haben wir auch einen Fußboden im Bad. Fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten, wie Wasser, eine Tür oder eine Decke.

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Expansionen

Und wieder hat es seit dem letzten Eintrag etwas länger gedauert. Das liegt natürlich auch daran, dass hier weder die Zeit noch wir stillstehen. Die Bäume möchten geschnitten werden, das Haus gebaut, Tiere und Garten gehegt, gepflegt (und beschützt) werden. Kein Tag wie der andere, kein Tag langweilig.

Zuerst einmal eine traurige Neuigkeit. Die Idee, Schafe zu haben, mussten wir erst einmal längerfristig aufgeben. Unser Hund hat eines Nachts beschlossen, mit Ihnen „zu spielen“ bzw. sie zu jagen. Er hat eine der beiden dabei so stark verletzt, dass Sie es nicht geschafft hat. Nach einer sehr unangenehmen Nacht haben wir das zweite Schaf dann direkt zu Freunden gegeben. Seither sind wir mit einem Hundetrainer dabei, Phönix „umzuerziehen“. Dazu gibt es keine Fotos, versteht sich. Vielleicht versuchen wir es in ein paar Jahren noch einmal. Bis dahin mähe ich das Gras lieber weiter mit der Motorsense.

Jetzt aber zu den guten Nachrichten. Wir sind dabei, uns zu vergrößern, und zwar in mehrfacher Hinsicht.

Wir haben den nächsten Bauabschnitt im Haus angefangen. Da die Außenwände in einem eher schlechten Zustand sind, haben wir die Innenwände als tragende Wände dimensioniert, um das zukünftige Dach darauf zu lagern. Also 240ziger Hochlochziegel mit Fundament. Der alte Zwischenboden ist rausgeflogen, die dicken Kastanienbalken sind an Ort und Stelle abgehobelt, mit Borax behandelt und gleich an ihrem neuen Ort wieder eingebaut worden.

Als erstes haben wir uns das Bad vorgenommen. Badewanne, Waschbecken und Wasserhahn haben wir neben ein paar alten Scheunentüren im Second Hand Laden gefunden. Die Türen werden übrigens eines Tages die neuen Eingangstüren der Scheune. Das Fenster ist eines der hat auch das zweite Leben bei uns gefunden und gehört zu denen, die wir vor einer Weile in Madrid gekauft haben. Der Vorbesitzer wollte lieber Fenster aus Kunststoff. Über dem Fenster haben wir in die alte Wand einen Stahlträger eingezogen, um sie zu verstärken. Die Badwände haben wir mithilfe unseres Maurerfreundes mit einem Kalkputz verputzt. Um Badewanne und Waschbecken wurden diese dann mit Tadelakt versehen. Tadelakt ist eine sehr faszinierende marokkanische Technik zum Versiegeln von Flächen, um diese wasserdicht zu machen.

 

Es gibt auch eine Vergrößerung bei den Olivenbäumen. Einer unserer beiden Nachbarn hat uns sein kleines Grundstück angeboten. Er ist bisher auf konventionelle Weise gegen das Gras unter seinen Bäumen vorgegangen und wir hatten immer ein wenig Angst um die Qualität unserer Quelle (das Grundstück liegt oberhalb). Daher haben wir beschlossen, diese Chance zu ergreifen. Somit dürfen wir uns nun um weitere 43 Olivenbäume kümmern. Dank des guten Zeitpunkts konnten wir sie auch gleich in den Winterschnitt mit aufnehmen. Außerdem haben alle Oliven- und Obstbäume dieses Jahr einen ökologischen Calcium-/Magnesiumdünger bekommen. Insgesamt haben wir ca. 400 Bäume geschnitten und 600kg Dünger per Schubkarre von Baum zu Baum gefahren… Agrarfitness.

Die Bäume bedanken sich gerade einer nach dem anderen mit einem Meer von Blüten. Im Moment blühen die Kirschen und als nächstes kommen die Orangen. Bis zur Olivenblüte wird es wohl noch zwei Wochen dauern.

Heute haben wir auch das letzte Feuer gemacht, um die Schnittreste zu verbrennen. Ab der kommenden Woche ist hier wieder Feuerverbot bis zum Herbst. Es hat leider schon seit einer Weile nicht geregnet. Da sind wir gerade noch rechtzeitig fertig geworden.

Um der Wasserknappheit vorzubeugen, haben wir ja im vergangenen Jahr angefangen, ein zweites Wasserbecken zu bauen. Damit werden wir den Garten bewässern (und gelegentlich hinein springen). Es ist jetzt auch fertig und sieht doch wirklich einladend aus oder. Fehlt nur noch ein Sonnendach für etwas Schatten.

 

 

Die größte Erweiterung steht aber in unserer kleinen Familie an.

Im September wird Terra Nueva dann eine neue Mitbewohnerin bzw. einen neuen Mitbewohner bekommen.

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Soviel zu unseren Neuigkeiten.

Wenn Ihr Fragen habt, schreibt uns.

Wenn Ihr uns grüßen möchtet, schreibt uns.

Wenn ihr helfen möchtet, schreibt uns.

Wenn Ihr vorbei kommen möchtet, schreibt uns.

Wenn Ihr uns nichts zu sagen habt… schreibt es uns ;).

Post fetzt.

Bis bald

Ama, Silvan, ? & Jan

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Frohe Feste Ihr Lieben / Felices fiestas queridos

Ein paar wunderschöne Weihnachtstage wünschen wir Euch und einen grandiosen Überflug in das Jahr 2019.

Danke, dass Ihr uns wieder ein Jahr begleitet habt und passt auf Euch auf!

Os deseamos una Feliz Navidad y un sobrevuelo grandioso sobre el 2019.

Gracias por acompañarnos un año más y cuidaros mucho!

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